HaLRGB-Workflow
Bearbeitung von L-, R-, G-, B- und Ha-Aufnahmen einer Monochromkamera vom Stacking bis zum Export. Ha verstärkt den Nebel im Rotkanal und in der Luminanz, ohne die Farben zu verfälschen; RGB liefert natürliche Farben und Sternfarben.
Überblick
| Bild | Rolle |
|---|---|
R, G, B | Farbe und Sternfarben |
Ha | tiefe Aufnahme der Hα-Emission – verstärkt den Nebel im Rotkanal (Schritt 7) und in der Luminanz (Schritt 8) |
L | Sternfeld, Staubstrukturen, Breitband-Struktur |
HaRGB | Farbbild nach dem Einmischen von Ha |
L_neu | Luminanz aus L und Ha |
1 Kalibrieren und integrierenLinear
Ziel: fünf deckungsgleiche Masters.
WerkzeugeVerkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen →
Je Filter eine Flat- und eine Light-Gruppe, CFA aus (Verkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen →); ein gemeinsames Registrierungs-Referenzbild für alle Filter, am besten der beste Frame aus Ha. Drizzle, wenn überhaupt, für alle Filter gleich.
2 ZuschneidenLinear
Ziel: Stacking-Ränder und Streulicht entfernen.
DynamicCrop an einem Master einstellen und denselben Ausschnitt auf alle anderen anwenden, damit sie deckungsgleich bleiben. Artefakte, die nicht in den Rejection Maps auftauchen, mit wegschneiden (Verkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen →).
3 Gradientenkorrektur je KanalLinear
Ziel: Hintergrundverläufe entfernen, solange jeder Kanal einzeln vorliegt.
WerkzeugeModelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen →Korrigiert Gradienten anhand einer Referenzkarte des Himmels (MARS) und kann so großräumiges echtes Signal von Gradienten unterscheiden. Für Breitbanddaten; setzt SPFC voraus. Grundlage öffnen →
Warumje Kanal und vor der Kombination?
Gradienten unterscheiden sich je Filter; Mondlicht wirkt im Blauen stärker, Lichtverschmutzung ist spektral nicht neutral. Nach der Kombination wären sie zu Farbverläufen verschmolzen.
Jeden Master einzeln mit Modelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen →. Für L, R, G, B alternativ Korrigiert Gradienten anhand einer Referenzkarte des Himmels (MARS) und kann so großräumiges echtes Signal von Gradienten unterscheiden. Für Breitbanddaten; setzt SPFC voraus. Grundlage öffnen →, wenn großräumige Emission im Feld liegt; für Ha GradientCorrection.
4 Farbbild und FarbkalibrierungLinear
Ziel: ein farbkalibriertes RGB-Bild als Grundlage für Nebel- und Sternfarben.
WerkzeugeKalibriert die Farben eines Breitband- oder OSC-Bildes, indem Tausende Sterne mit Gaia-Spektren verglichen werden – objektiv und reproduzierbar, inklusive Hintergrundneutralisierung. Grundlage öffnen →
- ChannelCombination:
R,G,B→RGB. - ImageSolver, falls die Lösung nicht aus WBPP stammt.
- Kalibriert die Farben eines Breitband- oder OSC-Bildes, indem Tausende Sterne mit Gaia-Spektren verglichen werden – objektiv und reproduzierbar, inklusive Hintergrundneutralisierung. Grundlage öffnen → mit Sensor- und RGB-Filterkurven, Narrowband mode aus, White reference Average Spiral Galaxy, Region of Interest auf eine nebelfreie Preview; bei nebelgefülltem Feld Upper limit senken (+1,0 bis +1,5). Dunkelnebel sind als Referenz ungeeignet.
Warumjetzt, vor der Dekonvolution?
SPCC misst die Sterne photometrisch und braucht dafür unveränderte Sternprofile.
5 DekonvolutionLinear
Ziel: Sternformen korrigieren und Strukturen schärfen – mit gleichen Sternprofilen in RGB und Ha.
WerkzeugeKI-gestützte Dekonvolution für lineare Daten – korrigiert Sternformen, verkleinert Sterne und schärft Nebelstrukturen. Grundlage öffnen →
KI-gestützte Dekonvolution für lineare Daten – korrigiert Sternformen, verkleinert Sterne und schärft Nebelstrukturen. Grundlage öffnen → auf RGB, L und Ha, jeweils zuerst Correct Only, dann Normalbetrieb (Sharpen Stars 0,25–0,5, Halos 0 bis −0,1, Sharpen Nonstellar 0,5–0,9; Ha verträgt mehr, RGB weniger).
6 Lineares EntrauschenLinear
Ziel: Rauschen entfernen, solange es gleichmäßig verteilt ist.
WerkzeugeKI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →
| Bild | Einstellung |
|---|---|
RGB – geringste Integration je Kanal, höchstes Rauschen | KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →: HF 0,5–0,6 / 0,8–0,9, LF 0,3–0,4 / 0,6–0,8 |
L | KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →: HF 0,5–0,7, LF 0,3–0,4 |
Ha | HF 0,4–0,6, LF 0,2–0,3; bei langer Integration auch ohne Frequency Separation, ein Wert 0,4–0,5 |
7 Ha in den Rotkanal einmischenLinear
Ziel: reines Emissionssignal dem Rotkanal hinzufügen – rote Nebelstrukturen ohne rosa Sterne.
WerkzeugeRechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →
WarumHa in den Rotkanal?
Hα liegt bei 656 nm, im Durchlassbereich des Rotfilters. Das Ha-Bild ist eine wesentlich tiefere Aufnahme genau dieses Signals; es verstärkt den Nebel dort, wo er im RGB nur schwach ist, ohne die Farbe zu verfälschen.
WarumKontinuumsubtraktion?
Der Ha-Filter lässt neben der Emissionslinie auch Kontinuumslicht durch, vor allem von Sternen. Würde das ganze Ha-Bild addiert, bekämen alle Sterne einen Rotüberschuss – rosa Sterne. Die Subtraktion zieht den Kontinuumsanteil anhand des Rotkanals ab, in dem das Kontinuum dominiert.
Warumlinear?
Nur linear sind die Pixelwerte proportional zum Fluss; Addition und Subtraktion von Kanälen sind dann physikalisch korrekt.
Einfach, ohne Kontrolle über die Subtraktion:
| Feld | Einstellung |
|---|---|
| Target | RGB |
| Channel R | Ha |
| NB Bandwidth | Bandbreite des Ha-Filters (z. B. 3, 5 oder 7 nm) |
| Broadband Bandwidth R | Bandbreite des Rotfilters (typisch etwa 100 nm) |
| Scale | 1,0–3,0 (Stärke der Ha-Verstärkung) |
| G, B | leer |
Ergebnis prüfen: Sterne neutral, Nebel deutlich rot.
Volle Kontrolle in drei Schritten.
1. Rotkanal extrahieren: ChannelExtraction (RGB) auf das mit BXT bearbeitete RGB, nur R → R_cal.
2. Kontinuum abziehen (Rechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →), Create new image, ID Ha_rein, Rescale aus:
Ha - q * (R_cal - med(R_cal))q hängt von Filterbandbreiten, SPCC-Skalierung und Belichtungszeiten ab und wird an den Daten bestimmt; typisch nach SPCC 0,1–0,3.
Startwert: an drei bis vier mittelhellen, nicht gesättigten Sternen Kernwert und Hintergrund in Ha und R_cal ablesen; q = (Ha_Stern − Ha_Hintergrund) / (R_Stern − R_Hintergrund), Mittelwert.
Feinabstimmung: Preview im Ha-Bild auf mehrere mittelhelle Sterne mit wenig Nebel; PixelMath mit Replace target image auf den Preview-Tab ziehen (das Hauptbild bleibt unverändert); q in Schritten von 0,01–0,02 variieren, Strg+Z / Strg+Y. Für die Beurteilung eine sanftere STF als die Auto-STF verwenden (Auto-STF mit gedrückter Strg-Taste) – die Auto-STF ist zu steil, Werte nahe am Optimum wären nicht unterscheidbar.
Ziel: schwache und mittlere Sterne verschwinden weitgehend; verbleibende Reste etwa gleich oft hell und dunkel; Nebel unverändert. Überwiegen dunkle Reste → q senken, helle → erhöhen; ±0,01 genügt.
Erscheinungsbild in Ha_rein | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| fast alle Sterne als gefüllte schwarze Scheiben | q zu hoch | q deutlich senken |
| fast alle Sterne als helle Punkte | q zu niedrig | q erhöhen |
kein Unterschied zwischen deutlich verschiedenen q | Auto-STF zu steil | sanftere Streckung |
Halbmondform an hellen Sternen, unabhängig von q | Subpixel-Versatz | tolerierbar, Schritt 3 fängt es ab |
| Ringe, je Stern unterschiedlich | Sternprofile von Ha und R_cal weichen ab | BXT-Stern-Parameter angleichen (Schritt 5) |
| weißer Punkt im Zentrum heller Sterne | gesättigte Kerne | tolerierbar |
Ein einzelnes q entfernt nie alle Sterne perfekt: Ha liegt am roten Ende des Rotfilters, kühle Sterne bleiben leicht hell, heiße werden leicht übersubtrahiert.
3. In den Rotkanal addieren – PixelMath auf eine Kopie von RGB, Use single RGB/K expression aus, Rescale aus:
R/K: $T[0] + max(0, Ha_rein - med(Ha_rein)) * f
G: $T[1]
B: $T[2]
Symbols: f = 1.0max(0, …) sorgt dafür, dass nur zusätzliches Ha-Signal addiert und nie etwas abgezogen wird – negative Reste würden dunkle Löcher und später cyanfarbene Sternkerne erzeugen. f ab 1,0, bei zu schwachem Nebel 1,5 – 2 – 3; zu hoch: Nebel grell orange-rot, Hintergrund mit Rotstich.
Optional: ein kleiner Ha-Anteil im Blaukanal ($T[2] + max(0, Ha_rein - med(Ha_rein)) * 0.1) verschiebt das Rot leicht Richtung Pink, wie es Hβ-Emission natürlich erzeugen würde.
8 Luminanz aus L und HaLinear
Ziel: eine Luminanz mit Nebel aus Ha und Sternfeld aus L.
WerkzeugeEine aus vorhandenen Kanälen gebildete Luminanz, damit Struktur und Farbe getrennt bearbeitet und per LRGBCombination wieder zusammengeführt werden können. Grundlage öffnen →
WarumL und Ha kombinieren?
L bringt Sternfeld und Staubstrukturen, Ha die Nebelfilamente mit weit besserem Signal-Rausch-Verhältnis. max() nimmt an jeder Stelle den helleren Kanal: Nebel aus Ha, Sterne aus L – ohne dass Sterne aus beiden Bildern addiert werden.
- Kopie
Ha_LF, Eine aus vorhandenen Kanälen gebildete Luminanz, damit Struktur und Farbe getrennt bearbeitet und per LRGBCombination wieder zusammengeführt werden können. Grundlage öffnen → aufL. - Eine aus vorhandenen Kanälen gebildete Luminanz, damit Struktur und Farbe getrennt bearbeitet und per LRGBCombination wieder zusammengeführt werden können. Grundlage öffnen →:
max(L, Ha_LF); weicher:L*0.6 + Ha_LF*0.4.
9 StreckenNichtlinear
Ziel: Farbbild und Luminanz getrennt strecken und aufeinander abstimmen.
WerkzeugeStreckt lineare Daten so, dass der Kontrast gezielt um einen wählbaren Helligkeitswert entsteht – in mehreren kleinen Durchgängen, im Wechsel mit einem Schwarzpunkt. Grundlage öffnen →Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →
Warumgetrennt strecken?
Die Luminanz trägt Struktur und Schärfe, das Farbbild die Farbe. Getrennt lässt sich das Farbbild im Colour-Modus strecken (Sättigung bleibt) und die Luminanz auf maximale Strukturzeichnung optimieren. In der LRGBCombination müssen beide nur noch über ihre Helligkeit zueinander passen.
HaRGBmit Streckt lineare Daten so, dass der Kontrast gezielt um einen wählbaren Helligkeitswert entsteht – in mehreren kleinen Durchgängen, im Wechsel mit einem Schwarzpunkt. Grundlage öffnen →, Streckt lineare Daten so, dass der Kontrast gezielt um einen wählbaren Helligkeitswert entsteht – in mehreren kleinen Durchgängen, im Wechsel mit einem Schwarzpunkt. Grundlage öffnen →.L_neumit demselben Schema; Ziel: Hintergrund und Filamenthelligkeit ähnlich der Luminanz vonHaRGB.- Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →: ChannelExtraction auf
HaRGB→HaRGB_L; MessstellenDunkel,Mittel,Hell. Typisches Muster: nur Mittel abweichend, weilL_neuHa-Struktur enthält → nur Mitteltöne, mit Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →.
10 Sterne trennenNichtlinear
Ziel: Nebel und Sterne getrennt bearbeiten können.
WerkzeugeTrennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →
| Bild | Generate star image | Unscreen stars | Large overlap |
|---|---|---|---|
HaRGB | aktiviert | aktiviert | bei dichtem Sternfeld |
L_neu | aus | – | bei dichtem Sternfeld |
Die Sterne kommen aus HaRGB – nur dort sind Sternfarben enthalten (Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →).
11 Sternlose Bilder bearbeitenNichtlinear
Ziel: Farbe und Farbkontrast am Farbbild, Struktur an der Luminanz.
WerkzeugeEntfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →Hebt lokalen Kontrast an – Strukturen, die sich kaum von ihrer direkten Umgebung unterscheiden, treten hervor, ohne die globalen Tonwerte zu verschieben. Grundlage öffnen →Erzeugt eine Maske aus einem Helligkeitsbereich – etwa „alles heller als der Hintergrund“ –, damit ein folgender Prozess nur dort wirkt. Grundlage öffnen →
Warumjetzt und in dieser Reihenfolge?
Ohne Sterne wirken Kontrast- und Sättigungsmaßnahmen nur auf den Nebel. Erst die Farbe bereinigen, dann Kontrast, dann Sättigung, zuletzt entrauschen – Farbfehler würden sonst mitverstärkt, und vorher entferntes Rauschen würde durch die Kontrastanhebung wieder sichtbar.
11.1 Farbbild
- SCNR vor den Kurven: Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →, Amount 0,5–0,8. Großflächige grünliche Flecken treten durch Kontrast und Sättigung sonst deutlich hervor. Unkritisch, weil der Nebel kein echtes Grün enthält (kein OIII); gelbliche Bereiche prüfen, ob sie nach Orange kippen.
- Kontrast: Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →.
- Sättigung: Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →; optional ColorSaturation für einen bestimmten Farbton.
- Entrauschen: KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →.
11.2 Luminanz
- Hebt lokalen Kontrast an – Strukturen, die sich kaum von ihrer direkten Umgebung unterscheiden, treten hervor, ohne die globalen Tonwerte zu verschieben. Grundlage öffnen →: 64–128 für ganze Filamente, Nebelflächen und Dunkelwolkenränder, 16–32 für feine Strukturen innerhalb der Filamente.
- Optional: Erzeugt eine Maske aus einem Helligkeitsbereich – etwa „alles heller als der Hintergrund“ –, damit ein folgender Prozess nur dort wirkt. Grundlage öffnen →, wenn schwache Bereiche nach LHE zu dunkel sind.
- KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →.
12 Kombinieren und HintergrundNichtlinear
Ziel: Struktur und Farbe zusammenführen.
WerkzeugeMisst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →Ersetzt die Helligkeit eines Farbbildes durch eine separate Luminanz – Struktur und Schärfe aus der Luminanz, Farbe aus dem Farbbild. Grundlage öffnen →Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →Gleicht die Kanäle so an, dass der Hintergrund neutral grau wird – ohne die Farben des Objekts zu kalibrieren. Für Falschfarben und als Nachkorrektur. Grundlage öffnen →
- Erneuter Abgleich: ChannelExtraction auf
HaRGB_starless→HaRGB_starless_L; typisches Muster jetzt Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen → → sanfte S-Kurve. Grund: Das Farbbild wurde durch S-Kurve und Sättigung kontrastreicher, die Luminanz durch LHE nur lokal verändert. - Kombination: Ersetzt die Helligkeit eines Farbbildes durch eine separate Luminanz – Struktur und Schärfe aus der Luminanz, Farbe aus dem Farbbild. Grundlage öffnen → mit
L_neu_starlessals L aufHaRGB_starless. Gehen Staubstrukturen ohne Messstelle verloren, Ersetzt die Helligkeit eines Farbbildes durch eine separate Luminanz – Struktur und Schärfe aus der Luminanz, Farbe aus dem Farbbild. Grundlage öffnen → und Saturation entsprechend nachziehen. - Hintergrund bei Bedarf Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →; Gleicht die Kanäle so an, dass der Hintergrund neutral grau wird – ohne die Farben des Objekts zu kalibrieren. Für Falschfarben und als Nachkorrektur. Grundlage öffnen →.
13 Sterne bearbeitenNichtlinear
Ziel: natürliche Sternfarben, Sterne verkleinert.
WerkzeugeEntfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →Verkleinert Sterne, statt sie nur abzudunkeln – schwache Sterne treten zurück, helle bleiben als Akzente. Am einfachsten im getrennten Sternbild. Grundlage öffnen →
Auf einer Kopie von HaRGB_stars:
- Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →, Amount 0,5–0,8, bei verbleibendem Grünstich 1,0.
- Sättigung prüfen: Orange und Blau bereits deutlich → nicht weiter anheben; nach der Rückführung zu bunt → Kanal S leicht absenken (0,5 → 0,45). Nicht vollständig entfernen – die Farben zeigen die Temperaturverteilung der Sterne.
- Verkleinert Sterne, statt sie nur abzudunkeln – schwache Sterne treten zurück, helle bleiben als Akzente. Am einfachsten im getrennten Sternbild. Grundlage öffnen →: Selection 0,2–0,3, Amount 0,5–0,8, 5×5 kreisförmig.
14 Sterne zurückführenNichtlinear
Ziel: Sterne weich wieder einsetzen.
WerkzeugeTrennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →Rechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →
Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen → auf einem Duplikat von Starless_final, Replace target image:
~((~Starless_final) * (~(HaRGB_stars * s)))s = 1,0 nach der Reduktion.
15 Abschluss und ExportNichtlinear
Ziel: Gesamtkontrolle, letzte kleine Korrekturen, Sicherung.
- Optional kleine Korrektur mit Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen → – mit Sternen im Bild nur zurückhaltend.
- Optional KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →, nur bei sichtbarem Rauschen.
- Export: XISF 32-bit (Archiv), TIFF 16-bit (Weiterbearbeitung), JPEG sRGB (Veröffentlichung). Prozess-Icons sichern, Projekt speichern.
Fehlerbilder
HaLRGB-spezifisch. Allgemeine Fehler stehen unter „Typische Fehler“ der jeweiligen Grundlage.
| Symptom | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Rosa Sterne | Ha ohne Kontinuumsubtraktion addiert | Variante B mit Ha_rein |
| Cyanfarbene Sternkerne | negative Reste von Ha_rein abgezogen | max(0, …) im Ausdruck |
Ringe oder Löcher in Ha_rein | Sternprofile von Ha und RGB verschieden | gleiche BXT-Stern-Parameter (Schritt 5) |
| Nebel grell orange, Hintergrund rötlich | f zu hoch | f senken |
| Nebelausläufer nach SPCC grau | Background Neutralization ohne Region of Interest | nebelfreie Preview, Upper limit senken |
| Staubstrukturen nach LRGB verschwunden | Luminanz dort abgesenkt, keine Messstelle | Lightness senken, Messstelle ergänzen |