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LRGBCombination

LRGBCombination setzt eine separate Luminanz und ein Farbbild zusammen. Die Luminanz liefert Helligkeit, Struktur und Schärfe, das Farbbild die Farbe. Damit das Ergebnis weder blass noch übersättigt wirkt, müssen beide Bilder in ihren Helligkeiten zueinander passen.

Zweck

AufgabeEinstellung
Luminanz mit Farbbild kombinierennur L aktiviert, auf das Farbbild anwenden
Restunterschiede in Helligkeit und Sättigung ausgleichenLightness, Saturation
Farbrauschen bei der Kombination glättenChrominance Noise Reduction

Prinzip

LRGBCombination arbeitet im Farbraum CIE L*a*b*. L* ist die Helligkeit, a* und b* sind die Farbkomponenten. Das L* des Farbbildes wird durch die Luminanz ersetzt; a* und b* bleiben.

Luminanz im Verhältnis zum L* des FarbbildesErgebnis
hellermehr Helligkeit bei gleicher Farbinformation → blass, verwaschen
dunklerübersättigt, dunkel
weniger Kontrastflau, Farben matt
mehr Kontrasthart, Farben in den Schatten abgesoffen

Deshalb vor der Kombination Luminanz und Farbbild abgleichen: .

Parameter

BereichWirkungTypische Wahl
Channels / Source Imageswelche Kanäle ersetzt werdennur L aktiviert mit der Luminanz; R, G, B deaktiviert – das Zielbild liefert die Farbe
Inherit astrometric solutionPlate-Solve-Daten ins Ergebnis übernehmenaktiviert
LightnessMitteltonübertragung der LuminanzStart 0,5
SaturationSättigung des ErgebnissesStart 0,4
Chrominance Noise Reductionglättet nur die Farbkomponenten, nicht die Strukturaktiviert; Smoothed wavelet layers 4, Protected wavelet layers 2

Bedienung

Es gibt keine Echtzeitvorschau. Werte daher auf Duplikaten finden:

  1. Tab des Farbbildes auf eine freie Stelle ziehen → Duplikat.
  2. LRGBCombination auf das Duplikat anwenden.
  3. Vergleich per Strg+Z / Strg+Y.
  4. Mehrere Werte: mehrere Duplikate nebeneinander; einen Fenster-Tab auf den Tab eines anderen Fensters ziehen überträgt Zoom und Ausschnitt.
  5. Gefundene Werte auf das eigentliche Farbbild anwenden, Duplikate schließen.

Nach der Kombination lassen sich die Messstellen-Previews auf das Ergebnis ziehen, um Helligkeit und Kontrast zu prüfen.

Typische Anwendungen

Restunterschiede ausgleichen

Ergebnis wirktMaßnahme
verwaschen, blassLightness etwas erhöhen bzw. Saturation etwas senken
übersättigt, dunkelLightness etwas senken bzw. Saturation etwas erhöhen

Detailverlust nach der Kombination

Die Helligkeit stammt vollständig aus der Luminanz. Strukturen, die im Farbbild heller sind als in der Luminanz – etwa weil eine Kurve sie in der Luminanz abgesenkt hat und dort keine Messstelle lag –, werden dunkler und weniger deutlich.

MaßnahmeVorgehenWirkung
1 Lightness senken0,35–0,45 testenhebt die gesamte Luminanzübertragung an; schnellster Weg
2 zusätzliche MessstellePreview auf die betroffene Struktur; Luminanz-Kurve neu anwendenbehebt die Ursache statt des Symptoms
3 Luminanzen mischenPixelMath, neues Bild: Luminanz * 0.7 + Farbbild_L * 0.3 (Anteil 0,2–0,4); als L verwendenholt Strukturen zurück, die nur im Farbbild gut abgebildet sind

Nebeneffekte niedriger Lightness: Farben blasser → Saturation 0,30–0,35; Hintergrund heller → .

Woran man ein gutes Ergebnis erkennt

Typische Fehler

BeobachtungUrsacheMaßnahme
Farben blassLuminanz zu hell relativ zur FarbeSaturation senken, Lightness erhöhen; Abgleich prüfen
Strukturen schwächer als im FarbbildLuminanz dort zu dunkelLightness senken, Messstelle ergänzen, Luminanzen mischen
Ergebnis flauLuminanz mit weniger Kontrast als das FarbbildAbgleich vor der Kombination wiederholen
Astrometrische Lösung fehltInherit astrometric solution ausaktivieren
Farbrauschen sichtbarFarbbild nicht entrauschtChrominance Noise Reduction bzw.

Wann sinnvoll – und wann nicht

SinnvollBesser ein anderes Werkzeug
separate (echte oder synthetische) Luminanz mit Farbbild kombinierenKanäle zu einem Farbbild zusammensetzen → ChannelCombination bzw. PixelMath
Struktur und Farbe getrennt bearbeiten und zusammenführenHelligkeitsverhältnisse angleichen → (vorher)
Verwendet in

HaLRGB-Workflow · Luminanz und Farbbild abgleichen · OSC-Workflow mit Quad-Bandpass-Filter · PixelMath · Schmalband-Workflow (HOO/SHO) · Synthetische Luminanz