MorphologicalTransformation
MorphologicalTransformation verändert Strukturen über ihre Form. In der Astrofotografie dient sie vor allem der Sternreduktion: Sterne werden von außen verkleinert und bleiben rund.
Zweck
| Aufgabe | Einstellung |
|---|---|
| Sterne verkleinern, schwache Sterne zurückdrängen | Morphological Selection, Selection unter 0,5 |
| Sterne vergrößern (selten) | Selection über 0,5 |
WarumSterne reduzieren?
In dichten Sternfeldern überdecken die Sterne den Nebel, und die Streckung hat auch schwache Sterne zu auffälligen Punkten gemacht. Die Reduktion verkleinert die Sterne, statt sie nur abzudunkeln; schwache Sterne treten zurück, helle bleiben als Akzente.
Prinzip
Der Operator betrachtet für jeden Pixel die Umgebung in Form des Structuring Element und wählt daraus einen Wert.
WarumMorphological Selection statt Erosion?
Morphological Selection wählt einen Wert aus der sortierten Liste der Umgebungswerte. Mit Selection unter 0,5 wird ein dunklerer Nachbarwert gewählt – der Stern schrumpft von außen, bleibt aber rund, solange das Structuring Element kreisförmig ist. Eine reine Erosion wäre härter und würde schwache Sterne ganz auslöschen.
Die Wirkung betrifft vor allem Strukturen in der Größe des Structuring Element; große helle Sterne mit Halo verändern sich kaum.
Parameter
| Parameter | Wirkung | Typische Wahl |
|---|---|---|
| Operator | Art der Auswahl | Morphological Selection |
| Interlacing / Iterations | Abstand der betrachteten Pixel / Wiederholungen | 1 / 1 |
| Amount | Mischung mit dem Original; 0,25 kaum sichtbar | 0,5–0,8 |
| Selection | unter 0,5 verkleinernd, 0,5 neutral (Median), über 0,5 vergrößernd | 0,2–0,3 |
| Structuring Element | Form und Größe der Umgebung | Size 5, kreisförmig; 3 bei eckigen Sternformen |
Structuring Element: weiße Felder sind aktiv. Kreisförmig heißt: Ecken schwarz, Rest weiß (Symbol mit gefülltem Kreis). Sind nur die Ecken weiß, ist die Form invertiert → Kreis-Symbol wählen. Die Form prägt sich den Sternen auf; ein Quadrat erzeugt eckige Sterne.
Bedienung
- Auf eine Kopie des Sternbilds anwenden (nach Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →). Dort gibt es nichts, was geschützt werden müsste. Im Gesamtbild wäre eine Sternmaske nötig.
- Es gibt keine Echtzeitvorschau: anwenden, bei 1:1 bzw. 2:1 mit Strg+Z / Strg+Y vergleichen, Werte anpassen.
- Das Ergebnis erst nach der Rückführung der Sterne endgültig beurteilen.
Typische Anwendungen
Sternreduktion im Sternbild
Morphological Selection, Selection 0,2–0,3, Amount 0,5–0,8, Structuring Element 5×5 kreisförmig.
Beispiel: Amount 0,60, Selection 0,25, 5×5 kreisförmig – schwache Sterne deutlich zurückgedrängt, mittlere kleiner und rund, helle mit Halo kaum verändert.
Woran man ein gutes Ergebnis erkennt
Typische Fehler
| Beobachtung | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Effekt zu schwach | Amount niedrig | Amount 0,7–0,8 |
| Schwache Sterne ganz verschwunden | Amount zu hoch | Amount 0,5 |
| Sterne eckig oder mit dunklem Kern | Structuring Element zu groß oder eckig | Amount senken, 3×3 oder kreisförmig |
| Sterne größer statt kleiner | Selection über 0,5 | Selection 0,2–0,3 |
| Sterne verformt | Structuring Element invertiert | kreisförmig neu setzen |
| Nebel verändert | im Gesamtbild ohne Maske angewendet | im Sternbild anwenden |
Wann sinnvoll – und wann nicht
| Sinnvoll | Besser ein anderes Werkzeug |
|---|---|
| Sterne verkleinern, besonders in dichten Feldern | Sterne nur insgesamt abschwächen → Faktor s bei der Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen → |
| schwache Sterne zurückdrängen | grünliche Sterne → Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen → |
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