MultiscaleGradientCorrection (MGC)
MultiscaleGradientCorrection (MGC) vergleicht das Bild mit einer Referenzkarte des Himmels (MARS). Strukturen kleiner als eine wählbare Skala übernimmt MGC aus dem eigenen Bild, größere werden an die Referenz angepasst.
Zweck
| Aufgabe | Einstellung |
|---|---|
| Gradienten in Feldern mit großräumiger echter Emission entfernen | Gradient scale 1024 als Start |
| eigene Daten stärker gewichten als die Referenz | Gradient scale größer |
WarumMGC statt GradientCorrection?
Modelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen → urteilt nur nach Glätte: Alles Großräumige gilt als Gradient. MGC vergleicht mit einer Referenzkarte und kann so großräumiges echtes Signal – Milchstraßen-Emission, ausgedehnte Nebel – von Gradienten unterscheiden.
Prinzip
- MARS ist eine Referenz des Himmels aus Breitbanddaten. Bildbereiche, die größer sind als die Gradient scale, werden an diese Referenz angeglichen; kleinere Strukturen stammen aus dem eigenen Bild.
- Für den Vergleich braucht MGC die Helligkeit des Bildes in absoluten Einheiten. Diese liefert vorher SPFC (SpectrophotometricFluxCalibration).
- Weicht das Bild spektral von der Breitband-Referenz ab (z. B. mit Linienfilter), gleicht eine kleine Skala auch echte Unterschiede an die Referenz an.
Parameter
| Parameter | Wirkung | Typische Wahl |
|---|---|---|
| Gradient scale | Grenze zwischen eigenem Bild und Referenz | 1024 (Standard) |
| Gradient scale | Wirkung | Risiko |
|---|---|---|
| kleiner (z. B. 512) | gründlichere Gradientenentfernung | Unterschiede zur Referenz werden als Gradient abgezogen |
| 1024 | ausgewogen | – |
| größer (1536–2048) | eigene Daten bestimmen auch größere Strukturen | großräumige Restgradienten möglich |
Bedienung
Voraussetzungen: Gaia-DR3/SP- und MARS-Daten installiert; Bild zugeschnitten (DynamicCrop); astrometrische Lösung vorhanden.
- ImageSolver, falls die Lösung nicht aus Verkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen → stammt.
- SPFC (SpectrophotometricFluxCalibration): QE-Kurve des Sensors und die verwendeten Filterkurven wählen; Gray filter hat bei RGB-Bildern keine Bedeutung. SPFC berechnet nur Skalierungsfaktoren für Flusseinheiten – keine Farbkalibrierung.
- MGC mit Gradient scale 1024 anwenden, am besten auf einer Kopie.
- Danach Farbkalibrierung mit Kalibriert die Farben eines Breitband- oder OSC-Bildes, indem Tausende Sterne mit Gaia-Spektren verglichen werden – objektiv und reproduzierbar, inklusive Hintergrundneutralisierung. Grundlage öffnen →.
SPFC-Ergebnis prüfen:
| Kriterium | Bewertung |
|---|---|
| Total sources | mehrere tausend je Kanal – gute Grundlage |
| Dispersion / Scale factor | Breitband typisch 1–3 %; mit Linien- oder Mehrbandfilter höher (etwa 5–9 %), weil SPFC den Filter nicht kennt – für die Gradientenkorrektur ausreichend |
| Kurven (sortierte Skalierungsfaktoren) | über den Großteil der Sterne flach; steile Enden (schwache bzw. gesättigte Sterne) normal |
Typische Anwendungen
Mehrband- oder Linienfilter an Farbkameras
Mit einem Filter, der Emissionslinien betont (z. B. Quad-Bandpass), unterscheidet sich das Bild spektral von der Breitband-Referenz. Eine größere Skala testen (z. B. 1536), damit weniger an die abweichende Referenz angeglichen wird; zwei Kopien (1024 / 1536) vergleichen.
Vergleich GC ↔ MGC
Preview auf schwache Ausläufer, per Drag & Drop auf beide Ergebnisse, 1:1, gleiche STF. MGC erhält schwache Strukturen oft etwas besser; der Hintergrund kann leicht wärmer bleiben, weil großflächige Emission echtes Signal ist. Die Hintergrundfarbe legt ohnehin die Farbkalibrierung fest.
Woran man ein gutes Ergebnis erkennt
Typische Fehler
| Beobachtung | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Meldung „No reference data found“ | Region nicht in MARS abgedeckt | Modelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen → verwenden |
| MGC startet nicht oder rechnet falsch | SPFC fehlt | vorher SPFC ausführen |
| Echte Strukturen abgeschwächt | Skala zu klein, Bild weicht spektral von der Referenz ab | Gradient scale erhöhen |
| Großräumiger Restgradient | Skala zu groß | Gradient scale senken |
Wann sinnvoll – und wann nicht
| Sinnvoll | Besser ein anderes Werkzeug |
|---|---|
| Breitband- und OSC-Daten mit großräumiger Emission | reine Schmalband-Masters → Modelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen → (MARS basiert auf Breitbanddaten) |
| wenn GC Nebelanteile ins Modell nimmt | Region ohne MARS-Abdeckung → GradientCorrection oder DBE |
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