RangeSelection (Range Mask)
RangeSelection erzeugt eine Maske („Range Mask“), die einen Helligkeitsbereich auswählt. Damit lässt sich ein globaler Prozess – etwa eine Kurve – auf Nebel beschränken, während der Hintergrund geschützt bleibt, oder umgekehrt.
Zweck
| Aufgabe | Einstellung |
|---|---|
| nur Bereiche heller als der Hintergrund bearbeiten | Lower limit knapp über dem Hintergrund |
| nur den Hintergrund bearbeiten | dieselbe Maske, Invert |
Warumeine Maske?
Kurven und viele andere Prozesse wirken auf alle Pixel gleicher Helligkeit gleich. Schwacher Nebel und Hintergrund liegen oft fast auf demselben Wert; eine Anhebung der Mitteltöne hellt den Hintergrund mit auf. Die Maske begrenzt die Wirkung auf den gewünschten Bereich.
Prinzip
| Maskenwert | Wirkung des folgenden Prozesses |
|---|---|
| weiß | volle Bearbeitung |
| grau | anteilig |
| schwarz | geschützt (bei angezeigter Maske rot eingefärbt) |
Der Prozess heißt RangeSelection (Process → MaskGeneration); das Ergebnis ist die Range Mask.
Parameter
| Parameter | Wirkung | Typische Wahl |
|---|---|---|
| Lower limit | Werte darunter werden schwarz | knapp über dem Hintergrund (z. B. 0,15 in einem gestreckten Bild) |
| Upper limit | Werte darüber werden schwarz | 1,0 |
| Fuzziness | weicher Übergang an den Grenzen statt harter Kante | 0,1–0,2 |
| Smoothness | Weichzeichnung der Maske, verhindert sichtbare Ränder | 3–10, bis etwa 12 |
| Screening | abgestufte Maske nach Helligkeit – schwache Strukturen würden kaum bearbeitet | aus |
| Lightness | Maske aus L* statt aus den RGB-Kanälen; nur für Farbbilder | aus |
| Invert | kehrt die Maske um | aus (ein: nur Hintergrund) |
Bedienung
- RangeSelection mit Real-Time Preview einstellen, anwenden → neues Bild, z. B.
range_mask. - Maske anlegen: Tab von
range_maskauf die linke Tab-Leiste des Zielbildes ziehen (oder Mask → Select Mask). - Rote Einfärbung zur Beurteilung ausblenden: Mask → Show Mask (die Maske bleibt aktiv).
- Den eigentlichen Prozess anwenden.
- Maske entfernen: Mask → Remove Mask.
Typische Anwendungen
Nebel anheben, Hintergrund schützen
Lower limit knapp über dem Hintergrund, dann Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen → auf RGB/K mit einem leicht angehobenen Mitteltonpunkt (Beispiel: 0,30 → 0,33–0,35) und einem oberen Fixpunkt (Beispiel: 0,80 → 0,80).
Nur den Hintergrund bearbeiten
Dieselbe Maske mit Invert. Beispiel: Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen → gegen einen Grünstich im Hintergrund, während Nebel mit echtem Grün- oder Türkisanteil geschützt bleibt.
Woran man ein gutes Ergebnis erkennt
Typische Fehler
| Beobachtung | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| Harte Übergänge im Ergebnis | Maske zu scharf | Fuzziness bzw. Smoothness erhöhen |
| Schwache Strukturen nicht bearbeitet | Lower limit zu hoch | Lower limit senken |
| Hintergrund trotzdem heller | Lower limit zu niedrig | Lower limit erhöhen |
| Schwache Strukturen kaum bearbeitet trotz passendem Limit | Screening aktiv | Screening aus |
| Folgende Prozesse wirken nur teilweise | Maske noch aktiv | Mask → Remove Mask |
Wann sinnvoll – und wann nicht
| Sinnvoll | Besser ein anderes Werkzeug |
|---|---|
| Wirkung nach Helligkeit begrenzen | lokalen Kontrast betonen → Hebt lokalen Kontrast an – Strukturen, die sich kaum von ihrer direkten Umgebung unterscheiden, treten hervor, ohne die globalen Tonwerte zu verschieben. Grundlage öffnen → |
| Hintergrund getrennt vom Nebel bearbeiten | Sterne schützen bzw. getrennt bearbeiten → Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen → |
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