Grundlage · PixInsight 1.9.x

RangeSelection (Range Mask)

RangeSelection erzeugt eine Maske („Range Mask“), die einen Helligkeitsbereich auswählt. Damit lässt sich ein globaler Prozess – etwa eine Kurve – auf Nebel beschränken, während der Hintergrund geschützt bleibt, oder umgekehrt.

Zweck

AufgabeEinstellung
nur Bereiche heller als der Hintergrund bearbeitenLower limit knapp über dem Hintergrund
nur den Hintergrund bearbeitendieselbe Maske, Invert
Warumeine Maske?

Kurven und viele andere Prozesse wirken auf alle Pixel gleicher Helligkeit gleich. Schwacher Nebel und Hintergrund liegen oft fast auf demselben Wert; eine Anhebung der Mitteltöne hellt den Hintergrund mit auf. Die Maske begrenzt die Wirkung auf den gewünschten Bereich.

Prinzip

MaskenwertWirkung des folgenden Prozesses
weißvolle Bearbeitung
grauanteilig
schwarzgeschützt (bei angezeigter Maske rot eingefärbt)

Der Prozess heißt RangeSelection (Process → MaskGeneration); das Ergebnis ist die Range Mask.

Parameter

ParameterWirkungTypische Wahl
Lower limitWerte darunter werden schwarzknapp über dem Hintergrund (z. B. 0,15 in einem gestreckten Bild)
Upper limitWerte darüber werden schwarz1,0
Fuzzinessweicher Übergang an den Grenzen statt harter Kante0,1–0,2
SmoothnessWeichzeichnung der Maske, verhindert sichtbare Ränder3–10, bis etwa 12
Screeningabgestufte Maske nach Helligkeit – schwache Strukturen würden kaum bearbeitetaus
LightnessMaske aus L* statt aus den RGB-Kanälen; nur für Farbbilderaus
Invertkehrt die Maske umaus (ein: nur Hintergrund)

Bedienung

  1. RangeSelection mit Real-Time Preview einstellen, anwenden → neues Bild, z. B. range_mask.
  2. Maske anlegen: Tab von range_mask auf die linke Tab-Leiste des Zielbildes ziehen (oder Mask → Select Mask).
  3. Rote Einfärbung zur Beurteilung ausblenden: Mask → Show Mask (die Maske bleibt aktiv).
  4. Den eigentlichen Prozess anwenden.
  5. Maske entfernen: Mask → Remove Mask.

Typische Anwendungen

Nebel anheben, Hintergrund schützen

Lower limit knapp über dem Hintergrund, dann auf RGB/K mit einem leicht angehobenen Mitteltonpunkt (Beispiel: 0,30 → 0,33–0,35) und einem oberen Fixpunkt (Beispiel: 0,80 → 0,80).

Nur den Hintergrund bearbeiten

Dieselbe Maske mit Invert. Beispiel: gegen einen Grünstich im Hintergrund, während Nebel mit echtem Grün- oder Türkisanteil geschützt bleibt.

Woran man ein gutes Ergebnis erkennt

Typische Fehler

BeobachtungUrsacheMaßnahme
Harte Übergänge im ErgebnisMaske zu scharfFuzziness bzw. Smoothness erhöhen
Schwache Strukturen nicht bearbeitetLower limit zu hochLower limit senken
Hintergrund trotzdem hellerLower limit zu niedrigLower limit erhöhen
Schwache Strukturen kaum bearbeitet trotz passendem LimitScreening aktivScreening aus
Folgende Prozesse wirken nur teilweiseMaske noch aktivMask → Remove Mask

Wann sinnvoll – und wann nicht

SinnvollBesser ein anderes Werkzeug
Wirkung nach Helligkeit begrenzenlokalen Kontrast betonen →
Hintergrund getrennt vom Nebel bearbeitenSterne schützen bzw. getrennt bearbeiten →
Verwendet in

CurvesTransformation · HaLRGB-Workflow · OSC-Workflow mit Quad-Bandpass-Filter · Schmalband-Workflow (HOO/SHO) · SCNR