Schmalband-Workflow (HOO/SHO)
Bearbeitung von Schmalbanddaten mit einer Monochromkamera – Ha und OIII für HOO, zusätzlich SII für SHO – vom Stacking bis zum Export. Die Sterne kommen wahlweise aus dem Schmalbandbild oder aus kurzen RGB-Aufnahmen.
Überblick
| Entscheidung | Variante A | Variante B |
|---|---|---|
| Palette | HOO: Ha rot, OIII türkis – naturnah | SHO: SII rot, Ha grün, OIII blau – Hubble-Palette |
| Sterne | aus dem Schmalbandbild – keine weiteren Daten nötig, Sternfarben ohne Bedeutung | aus RGB – natürliche Sternfarben, braucht kurze RGB-Aufnahmen |
Die Varianten werden an den betroffenen Stellen als Reiter gezeigt. Bildnamen im Text: Ha, OIII, SII, das kombinierte Farbbild HOO bzw. SHO, die Luminanz L_syn, bei Sternen aus RGB das Bild RGB.
1 Kalibrieren und integrierenLinear
Ziel: deckungsgleiche Masters je Filter.
WerkzeugeVerkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen →
Je Filter eine Flat- und eine Light-Gruppe, CFA aus (Verkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen →). Wichtig für Schmalband:
- Ein gemeinsames Registrierungs-Referenzbild für alle Filter, am besten der beste Frame aus Ha (viele gut erkannte Sterne). Bei Sternen aus RGB gehören die RGB-Lights in denselben WBPP-Lauf.
- Drizzle, wenn überhaupt, für alle Filter gleich.
- Generate rejection maps aktivieren.
2 ZuschneidenLinear
Ziel: Stacking-Ränder und Streulicht-Streifen entfernen, bevor die Gradientenkorrektur sie als Gradient missversteht.
DynamicCrop auf einen Master einstellen und denselben Ausschnitt auf alle anderen anwenden (Prozess-Icon auf jedes Bild ziehen), damit sie deckungsgleich bleiben. Artefakte, die nicht in den Rejection Maps auftauchen, lagen in allen Einzelbildern (Verkettet Kalibrierung, Cosmetic Correction, Gewichtung, Registrierung, Normalisierung und Integration zu einer reproduzierbaren Pipeline – von den Einzelbildern zu deckungsgleichen Masterlights. Grundlage öffnen →) – mit wegschneiden.
3 Gradientenkorrektur je KanalLinear
Ziel: Hintergrundverläufe entfernen, solange jeder Kanal noch einzeln vorliegt.
WerkzeugeModelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen →
Warumje Kanal und vor der Kombination?
Gradienten unterscheiden sich je Filter; Mondlicht wirkt im Blauen stärker, Lichtverschmutzung ist spektral nicht neutral. Nach der Kombination wären sie zu Farbverläufen verschmolzen und schwerer zu trennen.
Jeden Master einzeln mit Modelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen →. Emission füllt bei Schmalband oft große Bildteile: Protection Threshold niedrig halten (Modelliert großräumige Helligkeits- und Farbverläufe (Lichtverschmutzung, Mond, Vignettierungsreste) und zieht sie ab – Strukturen werden dabei über Schutzmasken vor dem Modell bewahrt. Grundlage öffnen →). Bei OIII und SII mit schwachem Signal besonders vorsichtig – die Struktur liegt dort nur knapp über dem Hintergrund.
MultiscaleGradientCorrection ist für reine Schmalband-Masters nicht vorgesehen (MARS basiert auf Breitbanddaten); für R, G, B ist sie möglich.
4 RGB für die Sterne (optional)Linear
Ziel: nur bei Sternen aus RGB – ein farbkalibriertes Bild, das später ausschließlich die Sterne liefert.
WerkzeugeKalibriert die Farben eines Breitband- oder OSC-Bildes, indem Tausende Sterne mit Gaia-Spektren verglichen werden – objektiv und reproduzierbar, inklusive Hintergrundneutralisierung. Grundlage öffnen →
- ChannelCombination:
R,G,B→RGB. - ImageSolver, falls die Lösung nicht aus WBPP stammt.
- Kalibriert die Farben eines Breitband- oder OSC-Bildes, indem Tausende Sterne mit Gaia-Spektren verglichen werden – objektiv und reproduzierbar, inklusive Hintergrundneutralisierung. Grundlage öffnen → mit Sensor- und RGB-Filterkurven, Region of Interest auf eine nebelfreie Preview.
WarumSPCC auch für ein reines Sternbild?
Die Sternfarben sind der einzige Beitrag des RGB zum Endbild. Nur eine photometrisch korrekte Weißbalance liefert die natürliche Spanne von Orange bis Blau. Die Nebelfarbe im RGB ist ohne Bedeutung – sie wird mit der Sterntrennung verworfen.
5 DekonvolutionLinear
Ziel: Sternformen korrigieren und Strukturen schärfen, solange die Daten linear sind.
WerkzeugeKI-gestützte Dekonvolution für lineare Daten – korrigiert Sternformen, verkleinert Sterne und schärft Nebelstrukturen. Grundlage öffnen →
KI-gestützte Dekonvolution für lineare Daten – korrigiert Sternformen, verkleinert Sterne und schärft Nebelstrukturen. Grundlage öffnen → auf jeden Master, zuerst Correct Only, dann Normalbetrieb. Sharpen Stars und Adjust Star Halos in allen Kanälen gleich: Ha-Sterne sind schmal, OIII-Sterne oft größer; unterschiedliche Profile ergeben später farbige Säume. Sharpen Nonstellar darf abweichen (Ha verträgt mehr als OIII und SII).
6 Lineares EntrauschenLinear
Ziel: Rauschen entfernen, solange es gleichmäßig verteilt ist – vor allem in den schwachen Kanälen.
WerkzeugeKI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →
Warumjetzt?
Im linearen Bild ist das Rauschen gleichmäßig verteilt und gut vom Signal zu trennen. OIII und SII müssen später stärker gestreckt werden als Ha; ihr Rauschen würde dabei überproportional sichtbar.
KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →: Ha HF 0,4–0,6 / LF 0,2–0,3; OIII und SII HF 0,6–0,8 / LF 0,3–0,4. RGB (falls vorhanden): KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →.
7 Synthetische LuminanzLinear
Ziel: eine Luminanz, die jede Struktur mit ihrem stärksten Signal trägt.
WerkzeugeEine aus vorhandenen Kanälen gebildete Luminanz, damit Struktur und Farbe getrennt bearbeitet und per LRGBCombination wieder zusammengeführt werden können. Grundlage öffnen →Rechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →
Warumnicht einfach Ha als Luminanz?
Ha ist meist der stärkste Kanal. Eine Luminanz nur aus Ha würde aber Strukturen unterdrücken, die vorwiegend in OIII oder SII leuchten – sie würden im Endbild dunkel, obwohl das Farbbild sie enthält.
- Kopien von
OIII(undSII) mit Eine aus vorhandenen Kanälen gebildete Luminanz, damit Struktur und Farbe getrennt bearbeitet und per LRGBCombination wieder zusammengeführt werden können. Grundlage öffnen → aufHaangleichen →OIII_LF,SII_LF. - Eine aus vorhandenen Kanälen gebildete Luminanz, damit Struktur und Farbe getrennt bearbeitet und per LRGBCombination wieder zusammengeführt werden können. Grundlage öffnen →:
max(Ha, OIII_LF)bzw.max(Ha, OIII_LF, SII_LF); bei verrauschtem OIII gewichtet, z. B.Ha*0.6 + OIII_LF*0.4.
8 Strecken und FarbkombinationNichtlinear
Ziel: alle Kanäle sichtbar machen, auf vergleichbare Pegel bringen und erst dann zum Farbbild kombinieren.
WerkzeugeStreckt lineare Daten so, dass der Kontrast gezielt um einen wählbaren Helligkeitswert entsteht – in mehreren kleinen Durchgängen, im Wechsel mit einem Schwarzpunkt. Grundlage öffnen →Rechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →Gleicht die Kanäle so an, dass der Hintergrund neutral grau wird – ohne die Farben des Objekts zu kalibrieren. Für Falschfarben und als Nachkorrektur. Grundlage öffnen →Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →
Warumnichtlinear kombinieren?
Die Kanäle unterscheiden sich in der Signalstärke oft um Größenordnungen (Ha 5–10× stärker als OIII und SII). Linear kombiniert würde Ha das Farbbild vollständig dominieren. Einzeln gestreckt und auf ähnliche Pegel gebracht, tragen alle Kanäle gleichwertig zur Farbe bei – die Farbbalance wird gestaltbar.
8.1 Kanäle strecken und abgleichen
Jeden Kanal und L_syn mit Streckt lineare Daten so, dass der Kontrast gezielt um einen wählbaren Helligkeitswert entsteht – in mehreren kleinen Durchgängen, im Wechsel mit einem Schwarzpunkt. Grundlage öffnen → strecken. Danach die Kanäle angleichen:
| Größe | Ziel | Warum |
|---|---|---|
| Hintergrund (Median einer Hintergrund-Preview) | in allen Kanälen nahezu gleich, etwa 0,08–0,12 | ungleiche Hintergründe ergeben einen Farbstich |
| Helligkeit der Strukturen | ähnlich; schwache Kanäle nicht absaufen lassen | ein zu dunkler Kanal fehlt im Farbbild fast vollständig |
Previews Dunkel und Hell in Ha anlegen, auf die anderen Kanäle übertragen, Median per Statistics; Abweichungen per Schwarzpunkt (Hintergrund) bzw. Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen → (Strukturhelligkeit) angleichen. OIII und SII brauchen meist mehr Streckung; wird dabei Rauschen sichtbar, ein leichter NXT-Durchgang (0,3–0,4).
Alternative linear: LinearFit der schwächeren Kanäle auf Ha, ChannelCombination, gemeinsame Streckung im Colour-Modus – Ergebnis von Ha dominiert, schwache Kanäle treten zurück; für ein naturnahes Verhältnis der Emissionslinien.
8.2 Kombination
Rechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →, Create new image, RGB, ID HOO: R = Ha, G = OIII, B = OIII. Variante mit natürlicherem Übergang: G = Ha*0.3 + OIII*0.7.
Ergebnis: Ha rot, OIII türkis, Mischbereiche weißlich.
ChannelCombination (RGB): R = SII, G = Ha, B = OIII → SHO.
Erwartetes Ergebnis: stark grünlich, weil Ha in G liegt und meist am stärksten ist. Kein Fehler – die Palette entsteht in Schritt 10.
8.3 Hintergrund neutralisieren
Gleicht die Kanäle so an, dass der Hintergrund neutral grau wird – ohne die Farben des Objekts zu kalibrieren. Für Falschfarben und als Nachkorrektur. Grundlage öffnen → mit nebelfreier Preview als Referenz. Bei Falschfarben keine SPCC – es gibt keine „richtige“ Sternfarbe, nur der Hintergrund soll neutral sein.
8.4 Luminanz an das Farbbild angleichen
Vor der Sterntrennung L_syn an die Luminanz des Farbbildes angleichen (Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →): ChannelExtraction auf HOO bzw. SHO → HOO_L bzw. SHO_L. Neben Dunkel, Mittel, Hell eine Messstelle OIII auf dominanter OIII-Emission. Typisch ist eine Anpassung nur der Mitteltöne, mit Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →, weil L_syn Ha-Struktur bewusst betont.
Warumjetzt, vor der Sterntrennung?
Sterne liegen fast vollständig oberhalb des fixierten hellen Punkts und bleiben unverändert. Sterne und Struktur stehen danach in beiden Bildern im selben Verhältnis – die getrennten Bilder passen später zusammen.
9 Sterne trennenNichtlinear
Ziel: Nebel und Sterne getrennt bearbeiten können.
WerkzeugeTrennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →
Warumnach dem Strecken?
StarXTerminator arbeitet auf nichtlinearen Daten am zuverlässigsten; Halos und schwache Sterne sind dann vollständig sichtbar.
| Bild | Generate star image | Unscreen stars |
|---|---|---|
HOO / SHO | aktiviert | aktiviert |
L_syn | aus | – |
Die Sterne kommen aus dem Farbbild; ohne RGB-Daten ist es die einzige farbige Quelle (Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →).
| Bild | Generate star image | Unscreen stars |
|---|---|---|
HOO / SHO | aus | – |
L_syn | aus | – |
RGB | aktiviert | aktiviert |
Das sternlose RGB wird verworfen. Weil alle Masters auf dieselbe Referenz registriert und gleich zugeschnitten wurden, liegt RGB_stars deckungsgleich.
Large overlap bei dichtem Sternfeld aktivieren.
10 Sternlose Bilder bearbeitenNichtlinear
Ziel: Farbe und Farbkontrast am Farbbild, Struktur an der Luminanz – ohne dass Sterne mitreagieren.
WerkzeugeEntfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →Hebt lokalen Kontrast an – Strukturen, die sich kaum von ihrer direkten Umgebung unterscheiden, treten hervor, ohne die globalen Tonwerte zu verschieben. Grundlage öffnen →Erzeugt eine Maske aus einem Helligkeitsbereich – etwa „alles heller als der Hintergrund“ –, damit ein folgender Prozess nur dort wirkt. Grundlage öffnen →
Warumjetzt und in dieser Reihenfolge?
Ohne Sterne wirken Kontrast- und Sättigungsmaßnahmen nur auf den Nebel. Am Farbbild wird zuerst die Farbe bereinigt bzw. die Palette gestaltet, dann der Kontrast aufgebaut, dann die Sättigung angehoben und zuletzt entrauscht – Farbfehler würden sonst mitverstärkt, und Rauschen, das vor einer Kontrastanhebung entfernt wird, würde danach wieder sichtbar.
10.1 Farbbild
1. Farbe:
Kein pauschales SCNR. OIII liegt in G und B und erscheint türkis; SCNR würde es nach Blau verschieben und entsättigen. Nur bei echtem Grünstich im Hintergrund Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →, Amount 0,3–0,5; vorher/nachher an einer OIII-Stelle prüfen.
Optional – Farbtrennung rot/türkis:
| Ziel | Werkzeug | Vorgehen |
|---|---|---|
| OIII kräftiger türkis | ColorSaturation | Punkt im Cyan-/Blaugrünbereich +0,1 bis +0,2 |
| Ha wärmer | Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen → | Rottöne leicht Richtung Orange |
| Übergänge Ha/OIII | – | weißliche Mischbereiche belassen – sie zeigen die Überlagerung beider Emissionen |
Palette per SCNR: Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →, Average Neutral bzw. Maximum Neutral, Amount 0,5–1,0, lieber mehrere Durchgänge. Bereiche mit SII werden gold, mit OIII blau.
Farbtöne verschieben mit Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →:
| Ziel | Vorgehen |
|---|---|
| Gelb → Gold/Orange | Punkt im Gelbbereich leicht Richtung Rot |
| Grünreste → Gelb | Punkt im Grünbereich Richtung Gelb |
| Blau → Cyan/Türkis | Punkt im Blaubereich Richtung Cyan |
Nur kleine Verschiebungen; danach den Hintergrund erneut auf Neutralität prüfen.
2. Kontrast: Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →, moderat.
3. Sättigung: Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →. Ziel: Palettenfarben kräftiger, Hintergrund neutral.
4. Entrauschen: KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen → – in der LRGB-Kombination ersetzt die Luminanz die Helligkeit; sichtbar bleibt das Farbrauschen.
10.2 Luminanz
Reihenfolge: lokaler Kontrast → optional Mitteltöne per Maske → Entrauschen.
WarumLHE vor dem Entrauschen?
LHE macht auch Rauschen sichtbar. Entrauscht wird danach, damit genau dieses Rauschen erfasst wird.
- Hebt lokalen Kontrast an – Strukturen, die sich kaum von ihrer direkten Umgebung unterscheiden, treten hervor, ohne die globalen Tonwerte zu verschieben. Grundlage öffnen →: 64–128 für Säulen und Ränder, 16–32 für Feinstruktur.
- Optional: schwache Nebelbereiche mit Erzeugt eine Maske aus einem Helligkeitsbereich – etwa „alles heller als der Hintergrund“ –, damit ein folgender Prozess nur dort wirkt. Grundlage öffnen → anheben; Maske danach entfernen.
- KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →.
11 Kombinieren und HintergrundNichtlinear
Ziel: Struktur und Farbe zusammenführen, Hintergrund abstimmen.
WerkzeugeMisst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →Ersetzt die Helligkeit eines Farbbildes durch eine separate Luminanz – Struktur und Schärfe aus der Luminanz, Farbe aus dem Farbbild. Grundlage öffnen →Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →Gleicht die Kanäle so an, dass der Hintergrund neutral grau wird – ohne die Farben des Objekts zu kalibrieren. Für Falschfarben und als Nachkorrektur. Grundlage öffnen →
Warumerneut abgleichen?
Seit dem ersten Abgleich haben sich beide Bilder unterschiedlich verändert: Das Farbbild wurde durch S-Kurve und Sättigung kontrastreicher, die Luminanz durch LHE nur lokal. Typisch hat die Luminanz jetzt weniger globalen Kontrast; ohne Angleichung wirkt die Kombination flau.
- Abgleich: ChannelExtraction auf
HOO_starlessbzw.SHO_starless→…_starless_L; Messstellen wie in 8.4, einschließlichOIII. Typisch ist jetzt eine Misst an festen Stellen, ob separate Luminanz und Farbbild in Hintergrund, Mitteltönen und Lichtern zueinander passen, und gleicht die Luminanz per Kurve an – damit die LRGB-Kombination weder blass noch übersättigt wird. Grundlage öffnen →. - Kombination: Ersetzt die Helligkeit eines Farbbildes durch eine separate Luminanz – Struktur und Schärfe aus der Luminanz, Farbe aus dem Farbbild. Grundlage öffnen → mit
L_syn_starlessals L auf das Farbbild; Lightness 0,5, Saturation 0,4 als Start, Werte auf Duplikaten finden. Bei Detailverlust Ersetzt die Helligkeit eines Farbbildes durch eine separate Luminanz – Struktur und Schärfe aus der Luminanz, Farbe aus dem Farbbild. Grundlage öffnen →. - Hintergrund abdunkeln, falls nötig: Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →.
- Neutralität prüfen: Gleicht die Kanäle so an, dass der Hintergrund neutral grau wird – ohne die Farben des Objekts zu kalibrieren. Für Falschfarben und als Nachkorrektur. Grundlage öffnen → – in der Nähe kräftiger Farben täuscht der Simultankontrast.
12 Sterne bearbeitenNichtlinear
Ziel: Sterne, die zum Nebel passen und ihn nicht überdecken.
WerkzeugeOrdnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →Verkleinert Sterne, statt sie nur abzudunkeln – schwache Sterne treten zurück, helle bleiben als Akzente. Am einfachsten im getrennten Sternbild. Grundlage öffnen →
Auf einer Kopie des Sternbildes – dort gibt es außer den Sternen nur schwarzen Hintergrund, Prozesse sind ohne Sternmaske anwendbar.
1. Farbe:
Warumgestalten statt kalibrieren?
Schmalband-Sterne zeigen keine echten Sternfarben: Ha-starke Sterne erscheinen rötlich, OIII-starke cyan – abhängig vom Spektrum und von den Filterprofilen, nicht von der Temperatur. Sie werden deshalb nach Bildwirkung reduziert.
| Variante | Vorgehen | Wirkung |
|---|---|---|
| dezent farbig | Ordnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen → leicht absenken (0,5 → 0,4) | leichte Palettentöne |
| neutral | Kanal S stark absenken bzw. ColorSaturation negativ | weiße Sterne, lenken nicht vom Nebel ab |
| Magenta-Säume (SHO, HOO mit G-Mischung) | Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen → | Säume neutral |
- Größe und Helligkeit abstimmen: Die Sterne stammen aus anderen Aufnahmen (anderes Seeing, andere Belichtung). Zu groß oder zu hell → stärkere Reduktion,
s< 1 bei der Rückführung; zu klein oder zu schwach → RGB etwas stärker strecken oders= 1,0. - Grünliche Sterne: Entfernt einen Farbüberschuss, meist Grün, indem der Kanal auf das Niveau der beiden anderen begrenzt wird – Korrektur von Farbfehlern oder bewusstes Gestaltungsmittel. Grundlage öffnen →, Amount 0,5–0,8.
- Sättigung prüfen: Sternfarben kräftig, aber nicht grell; nach der Rückführung zu bunt → Kanal S leicht absenken. Nicht vollständig entfernen – die Farben zeigen die Temperaturverteilung.
2. Sternreduktion: Verkleinert Sterne, statt sie nur abzudunkeln – schwache Sterne treten zurück, helle bleiben als Akzente. Am einfachsten im getrennten Sternbild. Grundlage öffnen →, Selection 0,2–0,3, Amount 0,5–0,8, 5×5 kreisförmig.
13 Sterne zurückführenNichtlinear
Ziel: Sterne weich und ohne Übersteuerung wieder einsetzen.
WerkzeugeTrennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen →Rechnet Bilder pixelweise mit Formeln zusammen – zum Kombinieren von Kanälen, Mischen von Luminanzen oder Zurückführen von Sternen. Grundlage öffnen →
Trennt ein Bild in ein sternloses Bild und ein Sternbild, damit Nebel und Sterne getrennt bearbeitet und am Ende per Screen-Überblendung wieder zusammengesetzt werden können. Grundlage öffnen → mit PixelMath, Replace target image, auf einem Duplikat von Starless_final:
~((~Starless_final) * (~(HOO_stars * s)))HOO_stars durch SHO_stars bzw. RGB_stars ersetzen. s = 1,0 nach der Reduktion; bei RGB-Sternen, die zu dominant wirken, 0,8–0,9.
14 Abschluss und ExportNichtlinear
Ziel: Gesamtkontrolle, letzte kleine Korrekturen, Sicherung.
WerkzeugeOrdnet Tonwerte über eine frei geformte Kurve neu zu – für Kontrast, Sättigung, Farbton und das gezielte Verschieben einzelner Tonbereiche. Wirkt global; lokal nur mit Maske. Grundlage öffnen →KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen →
- Optional Kurve: nur kleine Korrekturen von Helligkeit und Kontrast – mit Sternen im Bild blähen diese bei kräftigen Kurven wieder auf.
- Optional NXT: nur bei sichtbarem Rauschen im Hintergrund, KI-gestützte Rauschreduzierung mit getrennter Stärke für fein- und grobskaliges Rauschen sowie für Helligkeit und Farbe. Mehrere leichte Durchgänge erhalten mehr Detail als ein kräftiger. Grundlage öffnen → (HF Intensity 0,15–0,25, LF 0,1). Kein sichtbarer Unterschied → auslassen.
| Export | Zweck |
|---|---|
| XISF, 32-bit Float | Archiv – verlustfrei, mit Historie und Metadaten |
| TIFF 16-bit | Weiterbearbeitung in anderer Software |
| JPEG, sRGB, ggf. verkleinert | Veröffentlichung |
Prozess-Icons nach Ablauf benennen und ordnen, Save Selected Icons…. Projekt nach der letzten Änderung speichern; die Meldung „images have been modified and not saved“ beim Schließen bezieht sich auf Einzeldateien, nicht auf das Projekt.
Fehlerbilder
Schmalbandspezifisch. Allgemeine Fehler stehen unter „Typische Fehler“ der jeweiligen Grundlage.
| Symptom | Ursache | Maßnahme |
|---|---|---|
| SHO-Bild stark grün | Ha in G dominiert | erwartet; Palette per SCNR in Schritt 10 |
| Nebel einseitig rot oder türkis, ein Kanal dominiert | Kanäle vor der Kombination unterschiedlich gestreckt | Kanalabgleich 8.1 wiederholen |
| OIII- oder SII-Strukturen im Endbild dunkel | Luminanz nur aus Ha | L_syn aus allen Kanälen (Schritt 7) |
| OIII-Bereiche blau oder grau (HOO) | SCNR auf den Nebel | SCNR nur maskiert im Hintergrund |
| Rauschen in OIII/SII nach dem Strecken | schwaches Signal | lineares NXT stärker; leichter Durchgang nach dem Strecken |
| Sterne rot/cyan, unruhig | Falschfarben der Schmalband-Sterne | Sterne entsättigen oder Sterne aus RGB |
| Magenta-Sterne, farbige Ränder | unterschiedliche Sternprofile der Kanäle | gleiche BXT-Stern-Parameter; Invert → SCNR → Invert |
| Doppelsterne oder Versatz nach der Rückführung (RGB) | RGB nicht auf dieselbe Referenz registriert | StarAlignment von RGB auf Ha, neu zuschneiden |
| RGB-Sterne zu groß | stärkere Streckung, anderes Seeing | Reduktion stärker, s < 1 |
| Sternfarben unnatürlich (RGB) | SPCC ungenau oder RGB im RGB-Modus gestreckt | SPCC-Fits prüfen; GHS Mode Colour |